Respekt und Anerkennung

Ist das nicht merkwürdig? In diesen außergewöhnlichen Zeiten sind wir von denjenigen Menschen und Berufsgruppen abhängig, die in der Vergangenheit oft genug wenig Aufmerksamkeit, geschweige denn Wertschätzung erhalten haben?

Was wären wir ohne die vielen Berufstätigen, die unser Leben in Zeiten der Coronakrise aufrecht erhalten? Was, wenn die ganzen Ärzte und Gesundheitspfleger nicht mehr zur Arbeit ins Krankenhaus gingen? Was, wenn die Altenpfleger alle zu Hause blieben? Die Verkäufer und Logistiker im Lebensmittelhandel? Wer würde das vielzitierte WC-Papier von den Fabriken und Lagern in die Supermärkte bringen und uns verkaufen (mag es auch in limitierter Menge sein)?

Was, wenn Feuerwehr und Polizei zu Hause blieben? Die Zusteller der Post und Lieferdienste? Die Müllwerker und Arbeitnehmer in Wasser- und Elektrizitätswerken? Was, wenn die Tankstellen-Mitarbeiter nicht mehr zur Arbeit gingen? Und die vielen anderen, die ich in dieser Aufstellung sicher vergessen habe.

Ich finde es jedenfalls bemerkenswert, dass wir in Krisenzeiten auf diejenigen angewiesen sind, die regelmäßig die schlechtesten Arbeitsbedingungen haben.

Auch wenn ja bekanntlich eine Berliner Krankenschwester sinngemäß gesagt haben soll, dass sie sich von dem Applaus am Abend auch nichts kaufen kann: Ich ziehe jedenfalls den Hut vor allen fleißigen und pflichtbewussten Arbeitern und Angestellten, die die Republik am Laufen halten und die jeden Tag mit hohem Arbeitsethos ihren Dienst versehen. Ich könnte mir vorstellen, dass nach überstandener Krise ein gewisses Umdenken in der Bevölkerung stattfindet, was die Themen Wertschätzung für bestimmte Berufe und Tätigkeiten angeht. Ich würde es Ihnen wünschen!

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