Keine Aussage zu Testergebnissen am Flughafen wegen Datenschutz!?

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigt in Hamburg stark an, nachdem es Anfang Juli sogar mehrere Tage ganz ohne neue Fälle gegeben hatte. Grund: Urlaubsrückkehrer.

War das im Februar/März, also zu Beginn der Pandemie, nicht genau so? Urlaubsrückkehrer aus den Skigebieten? Nur dass man damals noch nicht so genau wusste, was man mit einem solchen Urlaub riskiert. Das dürfte jetzt anders sein. Ich frage mich wirklich, was in den Leuten vorgeht, die jetzt so tun, als wäre alles wie immer. Und damit meine ich nicht den Ressourcenverbrauch (Tourismus ist weltweit für fünf Prozent aller Treibhausgasemissionen verantwortlich). Immerhin freut es mich für alle Arbeitnehmer und Unternehmen, die von den Urlaubern irgendwie profitieren.

Nun aber zum eigentlichen Thema: Ich höre gerade im Radio, dass viele Urlaubsrückkehrer am Hamburger Flughafen auf das Coronavirus getestet werden und wurden. Man dürfe aber “aus Datenschutzgründen” nicht sagen, wie hoch die Zahl der positiv Getesteten wäre.

Wer sich etwas tiefgründiger mit dem Datenschutzrecht befasst wird schnell erkennen, dass das Unsinn ist. Es geht um den Schutz personenbezogener Daten. Die Mitteilung der Quote positiver Tests oder der absoluten Anzahl der positiv Getesteten verletzt natürlich nicht das Persönlichkeitsrecht eines einzelnen Menschen.

Ich frage mich unwillkürlich, ob es einen anderen Grund gibt, der Öffentlichkeit nicht zu sagen, wie viele Urlaubsrückkehrer positiv getestet wurden/werden!? Will man verhindern, dass Urlaubern einem gewissen öffentlichen Druck ausgesetzt werden? Datenschutzgründe stehen jedenfalls der Veröffentlichung dieser Daten nicht entgegen.

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